Activity Tracker und Fitnessarmbänder

Wie sinnvoll sind sie für uns Radfahrer?

Activity Tracker und Fitnessarmbänder: Wie sinnvoll sind sie für uns Radfahrer?

Der Trend ist einfach nicht zu übersehen: Die kleinen Fitnesshelfer erfreuen sich stetig ansteigender Beliebtheit und zieren die Handgelenke derjenigen, die sich (mehr) bewegen möchten. Es gibt sie mittlerweile unter unterschiedlichen Namen käuflich zu erwerben. Auf ihnen lassen sich die Uhrzeit, die getätigten Schritte nebst zurückgelegter Strecke, aber auch die verschiedenen Phasen des eigenen Schlafes und/oder sogar die verbrauchte Energie in Form verbrannter Kalorien. Man ist auch in der Lage, die Tracker mit dem eigenen Smartphone zu verbinden und mit anderen Apps zu synchronisieren. Sind Sie begeisterter Radfahrer und möchten sich ein Fitnessarmband anschaffen? Dann sollten Sie beim Kauf einige Dinge beachten und schauen, welche Anforderungen der Tracker erfüllen muss, um Ihnen auch gerecht zu werden.

Äußerst sportlich - Activity Tracker beim Aerobic, beim Schwimmen, beim Laufen, beim Radfahren – ein Allround-Talent?

Kauft man einen Activity Tracker, so wird dieser zumeist mit einem dazu passenden Herzfrequenzsensor geliefert. Im Allgemeinen funktionieren diese mit Hilfe eines Brustgurtes. Bei einigen Trackern ist zudem eine Kommunikation mit dem Trainingscomputer möglich über eine so genannte ANT-Technologie. Viele erhältliche Fitnessarmbänder sind außerdem wasserdicht, so dass das Schwimmen ohne Probleme auch mit Armband möglich ist. Des Weiteren verfolgen viele Geräte die getätigten Bewegungen und fordern – wo es notwendig ist – zu mehr Bewegungsleistung auf. Allerdings sollte man hier im Hinterkopf behalten, dass die meisten Activity Tracker auf Bewegungen und Erschütterungen jeglicher Art reagieren, so dass es insbesondere beim Radfahren zu Fehlzählungen kommen kann, wenn Schritte gezählt werden, die tatsächlich gar nicht zurückgelegt worden sind.

Radsportler
© FreeImages.com/Mateusz Kapciak


Gibt es für Radfahrer eine andere Lösung?

Tatsächlich gibt es mittlerweile einige Tracker, die den Radmodus unterstützen. Ein Beispiel: Mit Hilfe des Polar M400 Trainingscomputers erfolgt eine Ermittlung der gefahrenen Geschwindigkeit durch die GPS Daten. Sind Sie also mit dem Rad unterwegs, so erfolgt eine Übertragung der entsprechend aktuellen Geschwindigkeit auf das Gerät und kann auf dem Display abgelesen werden. Bezüglich der anderen Parameter, die angezeigt werden, wie beispielsweise Herzfrequenz, Trainingsdauer oder auch Zeit, unterscheiden sich diese Tracker nicht von anderen. Bei der Polar M400 muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass keine Trittfrequenz angezeigt wird, so dass sie sich als nützlich für Gelegenheitsfahrer herausstellt, jedoch für Extrem-Radler weniger geeignet erscheint.

Aber auch hier geht die Entwicklung weiter. Die neuste Entwicklung ist eine kleine Scheibe, die mit Hilfe einer Halterung am Bein oder auch am Arm befestigt wird, und so die Bewegungsabläufe und die Beschleunigung messen soll.

FAZIT:

Bei den Fitnesstrackern handelt es sich zumeist um kleine, hübsch gestaltete Accessoires, die ihren jeweiligen Nutzer zu mehr Bewegung anregen und motivieren sollen. Bei Sportarten wie dem Schwimmen oder auch beim Laufen sind sie ideale Begleiter und arbeiten sehr zuverlässig. Hingegen reagieren sie beim Radfahren oftmals nicht ausreichend bzw. ungenügend. Wenn man auch beim Radsport mit aussagekräftigen Werten arbeiten möchte, muss in jedem Fall sowohl die Geschwindigkeit als auch die Herzfrequenz mit einbezogen werden. Hier ein paar Empfehlungen, die einen genauen Blick durchaus wert sind:

- GPS Radcomputer Garmin Edge 1000: Es handelt sich hierbei um einen sehr vielseitigen Rad- bzw. Trainingscomputer. Hier werden sowohl die Geschwindigkeit, als auch die Trittfrequenz und die Herzfrequenz mit berücksichtigt. Er verfügt über eine Bluetooth Smart und eine ANT+ Schnittstelle. - Der GPS Radcomputer Polar V650 weist die gleichen Berücksichtigenden auf wie der zuvor genannte Tracker, allerdings besitzt dieser lediglich eine Bluetooth Smart Schnittstelle.
- Geschwindigkeits-/Trittfrequenz-Sensor Wahoo BlueSCv2: Aufgrund von Bluetooth Smart und ANT+ Schnittstelle sehr kompatibel mit anderen Geräten und Apps. Zudem lässt er sich besonders einfach montieren.

Aber eines steht fest: Ein Gerät, welches für alle Sportarten optimal geeignet ist, gibt es nicht. So dass es nur dabei bleibt, die unterschiedlichen Tracker und deren Funktionalität und Tragekomfort zu vergleichen und sich dann zu entscheiden.